FreeBSD14 – Installation

Änderungsstand: 2023-11-26

Zuerst lade ich mir die benötigte Version hier herunter. Momentan interessiert mich die Version 14 | aarch64 | für RPI3/4. Dort wiederum muss ich etwas suchen. Die benötigte Version ist aber schnell gefunden. Ich lade mir die Datei „FreeBSD-14.0-RELEASE-arm64-aarch64-RPI.img.xz“ herunter und bringe diese mittels BalenaEtcher auf eine SD-Card oder auf eine SSD. Da FreeBSD für mich Neuland ist, schließe ich Netzwerk, Monitor und Tastatur an dem Raspi an und starte anschließend.

Nach der Initialisierung logge ich mit freebsd (Benutzername und Passwort) ein. Mittels ifconfig lasse ich mir die vergebene IP-Adresse anzeigen und logge mich am Terminal ein.

Systemupdate:

Das Meiste wird auch bei FreeBSD unter Root erledigt. Da es hier den sudo-Befehl nicht gibt, muss ich mich daran gewöhnen, dass ich zu root umschalte. Ein Login im Terminal mit root ist nicht ohne Systemeingriff möglich und das möchte ich auch nicht:

su root

Passwort: root

freebsd-update fetch

Root-Passwort ändern:

passwd root

User-Passwort ändern:

passwd freebsd

Installation des Midnight Commanders und Nano:

(vim werde ich nicht verwenden)

pkg install -y mc nano

Der Midnight Commander lässt sich nur unter Nicht-Root normal ausführen! Unter Root muss ich folgendes eingeben:

mc -u

Statische IP-Adresse setzen:

nano /etc/rc.conf

Meine Einträge:

hostname="generic"
ifconfig_DEFAULT="DHCP inet6 accept_rtadv"
sshd_enable="YES"
sendmail_enable="NONE"
sendmail_submit_enable="NO"
sendmail_outbound_enable="NO"
sendmail_msp_queue_enable="NO"
growfs_enable="YES"
# Set dumpdev to "AUTO" to enable crash dumps, "NO" to disable
dumpdev="AUTO"

Diese ändere ich in:

hostname="generic"
ifconfig_genet0="inet 192.168.1.204 netmask 255.255.255.0"
ifconfig_genet0_ipv6="inet6 accept_rtadv"
defaultrouter="192.168.1.1"
sshd_enable="YES"
sendmail_enable="NONE"
sendmail_submit_enable="NO"
sendmail_outbound_enable="NO"
sendmail_msp_queue_enable="NO"
growfs_enable="YES"
# Set dumpdev to "AUTO" to enable crash dumps, "NO" to disable
dumpdev="AUTO"

Strg-x, y, Enter

nano /etc/resolv.conf

Folgendes füge ich am Ende dieser Datei hinzu:

nameserver 8.8.8.8

Strg-x, y, Enter

service netif restart && service routing restart

Ich kann mich nun mit meiner vergebenen IP-Adresse im Terminal einloggen.

Tastaturlayout auf DE setzen:

Das wird für das direkte Einloggen mit Tastatur und Maus benötigt. Mein Terminal benötigt das normalerweise nicht.

echo "keymap='de'">>/etc/rc.conf
reboot

SSH-Port ändern:

echo "Port 12345">>/etc/ssh/sshd_config

Oder Port 12345 direkt am Ende eintragen:

nano /etc/ssh/sshd_config
/etc/rc.d/sshd restart

Nun kann ich mich mit meinem neu erstellten Port anmelden. Die „alte“ Anmeldung bleibt bestehen, bis diese beendet wird.

Achtung! Port 12345 NICHT verwenden. Unbedingt einen eigenen freien Port verwenden! Port 12345 ist nicht sicher!

Das war soweit die Grundinstallation. Alles anders, als ich es von Debian oder Ubuntu kenne. Aber nicht unlösbar. Hier und da etwas Einlesen und das läuft.

Was könnte mich am Ende abhalten, FreeBSD zu verwenden?

  • Die LEDs am Raspi funktionieren bei FreeBSD nicht
  • Docker und Docker Compose sind nicht vorhanden bzw. nur virtuell verwendbar

Warum sollte ich es trotzdem mit FreeBSD versuchen?

  • Die Integration von ZFS soll sensationell sein

Nach einer kleinen Denkpause von einigen Minuten habe ich mich entschieden, FreeBSD momentan nur für ZFS zu Testen. Vielleicht ergeben sich Vorteile, die ich bisher übersah. Für alles Andere ist mir die Verwendung nicht nur ungewöhnlich, sondern auch zu umständlich. Sollte das ZFS am Raspi fehlerfrei über mehrere Wochen funktionieren, könnte ich mir das System als reinen Fileserver gut vorstellen. Mal schauen….

Quelle:

https://docs.freebsd.org/de/books/handbook/preface/

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